Donnerstag, 26. Oktober 2017

DER NEUNTE DAN

Noch stehen sie rum...
Auch dieses Jahr trafen wir uns traditionsbewusst zum Meißner Herbst-Lehrgang. Auffallend war aber, nicht nur von unserer Truppe, ein sehr zahlreiches Erscheinen bereits am Freitag Abend. Grund hierfür war sicher die anstehende Dan-Prüfung, aber davon später mehr.

Nach anfänglicher Erwärmung und Tzuki Waza konnten sich sowohl alle Prüflinge mit ihren Partnern aber auch die anderen Karateka ordentlich bei Ohyo- und Kihon-Kumite auf die Mütze hauen. Zwischenzeitlich bestand die Möglichkeit, sich auf dem Boden rumzuwälzen (Idori) bzw. mit dem Messer zu verletzen (Tanto Tori). Bei der Rückfahrt am Abend und Fahrt nach Meißen am Samstag Morgen war die Stimmung (bei den Prüflingen) doch sehr gedämpft, weil man nur noch an die Prüfung denken musste, schlecht geschlafen hatte, es im Bauch herum ging ;-) etc.

Na, ihr drei?
Samstag Morgen ging es dann mit Uchi Waza weiter, anschließend musste man sich zwischen Hebeln und Würfen, Kata, Kihon, Sanbon oder Ohyo Kumite sowie Selbstverteidigung Messer entscheiden. Endlich war Mittagspause, und da diese beim Italiener ziemlich lang ausfiel, können wir wenig über Selbstverteidigung mit Franz berichten. Uns war aber wichtig, vor der Prüfung noch etwas zu essen und nicht noch bei der SV zu verletzen.



1 + 3 + 5 = 9. Dan Wadokai
16.00 Uhr, die DAN-Prüfung, das Highlight dieses Wochenendes sollte nun beginnen. Alle Prüflinge waren natürlich aufgeregt, wir wollten es jetzt aber auch hinter uns bringen. Aufgrund der großen Anzahl an Prüflingen wurde die Gruppe gedrittelt und wir konnten uns auf eine lange, sehr lange Prüfung einstellen. Was die nächsten vier Stunden passierte, fällt fast schon unter Geheimhaltung, Bilder waren streng verboten. Jeder legte sich ins Zeug so gut er konnte bzw. versuchte sich warm zu halten in den langen Pausen. Manch einer könnte denken, das Pausen von Vorteil wären, aber an dem ist sicher nicht so, denn man muss fokusiert bleiben und wird eben doch etwas steif. Dies merkte man dann besonders bei den Katas. Gegen 20.00 Uhr warteten wir Prüflinge dann endlich auf die Verkündung des Urteils unserer Führungsriege und dann wurde es noch einmal richtig Ernst - Elke verkündete die Ergebnisse. Dieses Jahr fiel die Beurteilung recht kritisch aus, drei Prüflinge schafften es leider nicht, aber bei uns Erfolgreichen war der Jubel natürlich groß! Nach langem gegenseitigen Gratulieren, Auswerten der Ergebnisse, Diskutieren und Duschen ging es endlich ins Dionysos zum ersten Bier und deftigem griechischen Essen. Jetzt war die Stimmung bei (fast) allen toll und es wurde wieder mal in alter Wadokai-Manier ordentlich gefeiert. Wir hatten es uns aber auch verdient ...


Sonntag Morgen wurde dann die letzte Runde eingeläutet. Die Reihen waren lichter und der Kopf "etwas" schwer, aber die Laune war trotzdem spitze. Nach obligatorischer Keri-Waza teilten wir uns noch mal auf zu Kata Bunkai, SV oder Vitale Punkte und der Abschluss war wie immer 'Alle Katas im Durchlauf'. Kyu-Prüflinge gab es bei uns nicht, so dass wir dann Sonntag Mittag zufrieden nach Dresden zurück fahren konnten. Dieses Wochenende war schon für viele von uns etwas Besonderes. Elke wollte extra am Sonntag noch einmal die Prüfung würdigen. Aufgrund der großen Anzahl und auch Verschiedenheit der Prüflinge (1. bis 5. Dan) konnten die Zuschauer gut beobachten, wie die Entwicklung im Dan-Bereich dann weiter geht.

Das ist mal eine beeindruckende Gruppe. Wir gratulieren.


Peter brachte es zum Abschluss auf den Punkt: "Wir Wadokaier sind schon eine feine Truppe", wo hier natürlich alle Wadokaier Deutschlands gemeint waren.

Ivo

Das war mal eine beeindruckende "Prüfgruppe" die sich da in Meißen zusammengefunden hatte. Es geht ja auch nicht immer bis zum 5. Dan. Auch das, was wir zu geboten bekamen, war schon sehenswert.  Roland, du alter Meißner Knabe, hat mir richtig gut gefallen, deine Prüfung. Lars, es wurde ja mal Zeit, du erinnerst dich, was ich anschließend zu dir sagte? Ivo, das muss dir erst mal einer nach machen. Doch wenn man denkt, dass es die vergleichsweise jungen Knaben Erik und Torsten, oder auch Andre, da leichter gehabt hätten, die Anstrengung stand in allen Gesichtern geschrieben. Der gesamten Gruppe und nicht nur den Sachsen, gehört unsere Anerkennung, unser Respekt und unsere Gratulation. Ich nehme an, dass Elke, Peter und Werner an einer solchen Prüfung ebenfalls ihre Freude hatten. Eine gewisse Strenge euerseits wertet natürlich auch die Leistungen dieser Gruppe auf dem Bild auf.

Uwe 


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